Der Brandschutzbeauftragte aus Externer Sicht…

Unternehmen sollten verschiedene Faktoren abwägen, bevor sie sich für einen internen oder externen Brandschutzbeauftragten entscheiden. Welche Vorteile, aber auch Nachteile, bringt die Bestellung eines externen BSB mit sich?

Es ist die Entscheidung eines jeden Unternehmens, ob es einen internen oder externen Brandschutzbeauftragen (BSB) bestellt. Der interne Brandschutzbeauftragte ist eine speziell ausgebildete Person, die vom Arbeitgeber schriftlich bestellt wird und im Unternehmen angestellt ist.

Vorsicht! Dem Brandschutzbeauftragten ist während der Arbeitszeit ausreichend Zeit für die Wahrnehmung seiner Aufgaben zu gewähren. Es sind ihm alle dazu erforderlichen Mitteln und Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Weiters ist er mit den nötigen Befugnissen auszustatten.

Unter einem externen Brandschutzbeauftragten ist eine vom Unternehmen unabhängige dritte Person (es kann sich auch um eine Firma handeln) zu verstehen, die vom Unternehmen zumeist auf Werkvertragsbasis beauftragt wird.

Die Aufgaben sind für interne und externe Brandschutzbeauftragte gleich. Ihr Tätigkeitsschwerpunkt liegt beim vorbeugenden Brandschutz, d.h. vor allem das Treffen von vorbeugenden Maßnahmen, um die Brandgefahr möglichst gering zu halten.

Als Brandschutzbeauftragte dürfen nur Personen bestellt werden, die eine mindestens 16-stündige Ausbildung auf dem Gebiet des Brandschutzes nach den Richtlinien der Feuerwehrverbände oder Brandverhütungsstellen oder eine andere, zumindest gleichwertige einschlägige Ausbildung nachweisen können.

Der Brandschutzbeauftragte ist heranzuziehen:

  • für Maßnahmen bei erhöhtem Brandschutz (§ 45 Arbeitsstättenverordnung),
  • zur Information der Arbeitnehmer über das Verhalten im Brandfall,
  • zur Durchführung der Eigenkontrolle im Sinne einschlägiger Regeln der Technik,
  • zur Bekämpfung von Entstehungsbränden mit Mitteln der ersten und erweiternden Löschhilfe,
  • zur Evakuierung der Arbeitsstätte und
  • für die Vorbereitung eines allfälligen Feuerwehreinsatzes.
  • Vorschreibung durch die Behörde und/oder Feuerversicherungen.

Die Aufgaben des Brandschutzbeauftragten sind in der TRVB O 120 geregelt:

  • Ausarbeitung und Umsetzung der Brandschutzordnung (inkl. Alarmplan)
  • Veranlassung der Ausarbeitung von Brandschutzplänen
  • Durchführung von Brandalarm- und Räumungsübungen sowie Brandschutz-Eigenkontrollen
  • Führung eines Brandschutzbuches
  • uvm.